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... Für das Konzert des vergangenen Abends zeichnete das Duo :nota bene: verantwortlich, dessen Besuch in Zacatecas bereits eine gewisse Erwartungshaltung ausgelöst hatte. Was man zu hören bekam stellte selbst den Anspruchsvollsten zufrieden. Das Duo :nota bene: präsentierte sich mit Musik die aus der Seele kommt, vorgetragen in völliger Ehrlichkeit ohne Künstelei oder unnötige Zwänge. Die Bogentechnik Eva Steinschadens ist bemerkenswert, zu beneiden ihr Legato, ebenso wie die Reinheit der anderen Bogenstriche, und Alexander Vavtar steht ihr in keinem Moment des Vortrages nach. Zuerst ertönten, in einer tadellosen Interpretation, die "Vier Stücke" op 7 von Anton Webern. Das Duo fuhr mit der Sonate in C-Dur KV 296 von Mozart fort. Bemerkenswert war bei dieser Interpretation vor allem die Hingabe der beiden Musiker. Eine menschliche Interpretation, wie in diesem Fall, wird immer einer kalten Perfektion vorzuziehen sein. Nach der Pause folgte die Sonate in a-Moll D 385 von Franz Schubert, dessen offenbar einfache musikalische Sprache sich bei der Interpretation plötzlich als verteufelt schwierig erweist. Ich glaube nicht zu übertreiben, wenn ich versichere, dass wir seit langem nicht mehr die Möglichkeit hatten, einen Schubert dieser Qualität zu hören. Die österreichische Seele beiseite lassend, verwandelten sich die Musiker danach beinahe in fahrende Zigeuner, als sie die "Rumänische Suite" von Cesar Bresgen zum Besten gaben, voller Wendungen die für dieses Land typisch sind, gewürzt durch Momente kühner Harmonie. Zusammenfassend ein ernsthaftes Programm, das sein Publikum respektiert, ohne in Bequemlichkeiten zu verfallen.
(El Sol de Zacatecas/Mexiko, März 2002)

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